Archiv der Kategorie: Satire

Von trumpelnden Rassisten und extremen Heimatministern

Deutschland befindet sich eindeutig im harten Wettbewerb. Und dabei geht es nicht nur um Wirtschaft und Wirtschaftlichkeit, wo wir ohnehin kaum einen der führenden Plätze belegen würden, weil wir auch Weltmeister im Wegwerfen sind. Aber dass sich Donald Trump wieder mal rassistisch diskriminierend über den Intelligenzquotient einer farbigen Abgeordneten auslässt, erschreckt ja schon niemanden mehr. Dass unser extremer Heimatminister die Abschiebung aller Straftäter und Gefährder fordert (sind da die bayerischen Demokratiegefährder mit eingeschlossen?), sind keine neuen Töne.  Jedenfalls müssen wir überall dabei sein und mitmachen. Ist ja auch logisch, denn aus einem friedlichen Deutschland würde kaum eine Botschaft nach außen dringen, wozu auch. Wenn alles friedlich ist, dann sind alle in ihrer Glückseligkeit. Wer würde da schon meckern wollen?

Vom Wert der Worte…

In Gedenken an die am 7.1.2015 in Paris getöteten Opfer…

Nach diesem schrecklichen Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo musste ich über den Wert der Worte nachdenken. Welchen Wert haben die nicht ausgesprochenen Gedanken, die nur gedachten Gedanken, wenn wir sie nicht aussprechen – aussprechen dürfen? Eines muss man den Redakteuren und Mitarbeitern von Charlie Hebdo zu Gute halten, nämlich dass sie sich an die verfassungsgemäße Sekularität, der Trennung von Kirche und Staat, gehalten haben. Glaube ist Glaube – und Politik ist Politik. Und da Satire immer mehr auf der Seite der Politik zu finden ist, als dass sie sich mit Glaubensdingen befasst, musste sie sich der Einmischung von Glaubensdingen in die Politik unserer freien Welt zur Wehr setzen. Auch darf Glaube sich nicht in Staatsdinge einmischen. Ich weiß, es ist schwer, sich mit Dingen zu befassen, die unbegreiflich sind, weil wir sie weder berühren noch wahrnehmen können. Hass zwischen den Menschen, aus welchen Gründen auch immer, ist so ein Ding. Fühlen beeinflusst unser Denken. Und unser Denken beeinflusst unser Handeln. Und so glauben immer mehr Menschen, dass sie sich benachteiligt und übervorteilt fühlen, dass sie dieses Gefühl des Hasses empfinden. Und dieser Hass brach sich wieder mal in der Ermordung von 12 Menschen und damit fast der gesamten Redaktion von Charlie Hebdo ihre Bahn. Jetzt kommt es ganz besonders darauf an, welche Worte wir in Zukunft wählen, gerade im Journalismus, damit wir nicht noch mehr Gefühle des Hasses sähen – und uns statt dessen auf die verfassungsgemäße Sekularität berufen. Recht muss gesprochen werden. Aber bei uns wird das Recht vom Staat gesprochen – und nicht von Glaubensvertretern.

Aber auch die Politiker in unserer NATO, von wem ich spreche, das wissen diese Personen ganz genau, müssen lernen, dass diese Trennung von Glaube und Politik unerlässlich ist. Ein Staatsmann ist ein Vertreter des Volkes – des ganzen Volkes, egal ob einzelne Bürgerinnen und Bürger dieses Volkes an diesen Staatsmann glauben wollen oder nicht. Ein Staatsmann darf sich nicht anschicken, sich dem Glauben hinzugeben, und von seinem Volk zu verlangen, sich seinem Glauben anzuschließen. Der Wert unserer Worte, gerade in der Presse, ist die unermessliche Freiheit, zu zweifeln, nicht zu glauben, Dinge zu hinterfragen und Kritik zu üben – oder Kritiker zu verspotten. In unserer freien Welt ist der Wert der Worte, dass auch Staatsmänner und Glaubensvertreter diese Kritik ertragen müssen. Können sie es nicht, müssen sie es lernen oder abtreten. Denn nochein Wert ist in unseren Worten: wir können Kritik anhören und vergessen – oder wir können vielleicht auch etwas daraus lernen. Zumindest können wir aus dem Wert der Worte Toleranz lernen.

Danke, Charlie Hebdo.

Neues von den Augenwischern: Betreuungsgeld

Wenn man das Wort „Augenwischerei“ hört, dann möchte man meinen, dass man hinterher viel klarar sieht. Aber das Gegenteil ist der Fall. Geht es nach Frau Schröder, unserer Familien- und Sozialministerin, haben wir ja genügend KITA-Plätze und außerdem können die Eltern sich ja auch das Betreuungsgeld auszahlen lassen. Besonders für Hartz-IV-Empfänger ist das befreiend, denn die bekommen es gleich wieder abgenommen, damit sie nicht mehr als Hartz-IV bekommen. Mit so viel Geld wären die Väter und Mütter auch überlastet, denn sie haben ja neben der staatlich diktierten Armut auch noch die Kinder am Hals, die sie nicht in die KITAs bringen können, die Frau Schröder ihnen angeblich hingestellt hat.

Droht ein Protest? Stellen wütendende Eltern mit ihren Kinderwagen das Frankfurter Kreuz zu? Ziehen morgens die arbeitssuchenden Eltern mit ihren Kindern zum Jobcenter und setzen den entsetzten Mitarbeitern ihre Gören auf den Tisch und gehen zur Arbeit, die sie dann hätten? Nein. Offensichtlich wartet man auf eine neue Augenwischerei, damit man klarer sieht.

Wenn’s um’s Geld geht… SPASSKASSE!

Es gibt in Deutschland immer noch Geld-Institute, die der Meinung sind, sie könnten ohne Konsequenzen fürchten zu müssen, ihre Kunden … Ja, so könnte man den Satz beginnen, aber damit kann man nicht das zum Ausdruck bringen, wie es ist, wenn sich eine Bank zu einem nicht durchschaubaren Moloch entwickelt. So geschehen in diesem Jahr mit der SPASSKASSE HANAU (den wirklichen Bankennamen kann ich aus rechtlichen Gründen nicht nennen, aber ich denke, LeserInnen können sich sicher denken, welche Bankenorganisation gemeint ist). Nun, die SPASSKASSE HANAU hat sich ihren Namen wirklich verdient. Als Neukunde hatte ich zu meinem Girokonto noch eine Mastercard-Prepaid dazu genommen, weil ich grundsätzlich im Internet nicht mit PAYPAL zahle (PAYPAL ist für mich keine Bank mehr, nach dem es via Ebay bei Google gelandet ist. Es ist nichts weiter als eine politische Massenkonzentration von Medienmacht). Die Mastercard kam natürlich ohne PIN (obwohl sie dafür vorgesehen ist – mir wurde das erst bewusst, als ich für einen Auslandseinsatz nach der PIN für meine Mastercard suchte… man hat sie einfach nicht mitgesendet). Dann habe ich die Mastercard natürlich sofort sperren lassen und eine neue Mastercard anfertigen lassen. Nach einem Monat war nichts gekommen. Weder eine neue PIN noch eine Mastercard. Und was war geschehen? Nichts! Man hatte weder die alte Mastercard gesperrt noch eine neue bestellt. Also wurde dies sofort nachgeholt und … Oh Wunder, eine neue Mastercard + PIN trudelte innerhalb einer Woche bei mir ein.

Nicht dass Ihr lieben LeserInnen nun meint, es wäre damit alles in Ordnung gewesen… Weit gefehlt. Im Finanzstatus nach einer Woche immer noch „0,00€“ – das vorhandene Guthaben wurde schlicht unterschlagen. Einkaufen konnte ich auch nicht, weil ich erstens angeblich kein Guthaben auf der Karte hatte – und zweitens, ich brauchte noch meinen Mastercard-Secure-Code. Meine erste Aktion war, die neue Mastercard mit einem Mastercard-Secure-Code zu versehen (den braucht man bei Einkäufen im Internet, wenn man bei seriösen Anbietern mit Mastercard bezahlt). Was passiert? Nichts! „Ihre Kartennummer ist vermutlich nicht registriert oder falsch eingegeben“ … Nach dem dritten Versuch wurde von Mastercard mein Kundenprofil gesperrt. Ich denke, nach dem dritten Versuch konnte ich die Kreditkartennummer fehlerfrei auswendig herunter beten. Ich also zur SPASSKASSE zu meinem Kundenbetreuer.

Es ist nicht so leicht, als geplagter Kunde bei der SPASSKASSE auch Gehör zu finden. Mir wurde (mit freundlich umschriebenen Worten) gesagt, ich sei zu dumm, um mich im Internet richtig anzumelden – oder ich hätte keine Ahnung im Umgang mit Kreditkarten – und was weiß ich noch alles. Für alles gibt es bei den Banken einen sprachlichen Code. Dumm nur, dass ich über ein Drittel meines Berufslebens als externer Berater in Banken zugebracht habe. Ich weiß also, von was gesprochen wird. Und dann wurde ich praktisch gesehen „bockig“.

„Entweder wir klären das jetzt – oder ich löse das Konto auf!“ … In der Zwischenzeit war ja schon ein Brief an den Vorstand der SPASSKASSE HANAU ergangen, weil die Sperre nicht korrekt ausgeführt wurde. Mit einem Wink mit dem Zaunpfahl hatte ich schon zur besseren Kontrolle der Strukturen innerhalb der SPASSKASSE aufgerufen, was folglicher Weise bei Nichtbeachtung Konsequenzen nach sich zieht.

Ein neuer Sachbearbeiter wurde aus dem Hut gezaubert – Und, oh Wunder, ich konnte dem Sachbearbeiter zeigen, dass weder das Guthaben auf der Mastercard im Finanzstatus meines Internetbankings darstellbar war – noch dass ich mich für den Mastercard-Secure-Code registrieren kann, weil die Kartennummer nicht akzeptiert wird. Die Kartennummer konnte ich jetzt zu 1000% fehlerfrei auswendig.

Es geschieht über vier Wochen lang nichts, außer dass sich der neue Sachbearbeiter durch mein ständiges Nachfragen „belästigt“ fühlt! Folge, wie schon dem Vorstand zu verstehen gegeben (ich dachte immer, sie könnten Ihre eigenen Banken-Sprachcodes verstehen *lol*) wurde von mir auch die BaFin in Bonn informiert. Inzwischen hat die BaFin eine Untersuchung eingeleitet…

Nur, damit war das Problem mit dem Zahlen ohne PAYPAL immer noch nicht gelöst. Ich brauchte ein neues Girokonto mit Mastercard-Prepaid oder VISA-Prepaid…

Was für ein SPASS mit der SPASSKASSE!

Ich habe deshalb einen Lehrsatz postuliert:

Die Bearbeitungsgeschwindigkeit innerhalb einer Bank ist Vielfaches der Bearbeitungsgeschwindigkeit von Behörden. Alle Verzögerungen, die durch Behörden verursacht werden, werden von den Banken um ein Vielfaches verlängert…

Angesichts dieses Lehrsatzes kann ich davon ausgehen, dass die BaFin den Vorgang beschleunigt… und das alles nur wegen 41,50 Euro Guthaben, die nicht im Finanzstatus auftauchen …

Es ist eben nur SPASSKASSE … und kein ernsthaftes Bankengeschäft mehr… Oder wie ich früher mal gelernt habe: Die alte BMW-Klausel. „Bänker – Metzger – Winzer, wenn man die nach etwas fragt, bekommt man alles Mögliche erzählt…“

Das abgeordneten-lose Parlament

Heute, am 7. Juni 2013 ist es dem Deutschen Bundestag wieder einmal gelungen, eine Sitzung wegen Beschlussunfähigkeit abzubrechen. Wie schon einige male geschehen, waren wieder zu wenig Abgeordnete im Parlament anwesend, um nach geltender Geschäftsordnung einen Beschluss fassen zu können.

Inzwischen denken die klugen Köpfe in Berlin sicher darüber nach, das abgeordneten-lose Parlament zu realisieren und die Anwesenheit virtueller Abgeordnete zuzulassen. Schließlich soll ja auch das Wahlwesen virtualisiert werden und wer weiß schon wichtige Details über seinen Bundestagsabgeordneten des Vertrauens? Ist doch dann eh egal, wer da sitzt.