Archiv der Kategorie: Internet+ACTA

BITCOIN, GRIDCOIN … der neue Wahnsinn der Menschheit!

Ich selbst bin mit meinen 62 Jahren ja noch immer Neuem aufgeschlossen. Ich habe mich sogar testweise für drei Wochen mit BOINC (einem Grid-Computing-Projekt) beschäftigt und bin dabei auf die digitale Währung GRIDCOIN gestoßen, die als „expense allowance“ für die zur Verfügung gestellte Rechenleistung angeboten wird. Internationales Währungszeichen ist GRC.

Soweit so gut. Was ich dabei aber festgestellt habe, erstens sind es gerade eine handvoll (juristische) Personen (ich habe 8 identifiziert), die 90% des gesamten zur Verfügung stehenden Geldmittel in Händen halten und um den Rest kloppen sich die restlichen 250 Tausend. Bei BITCOIN kann ich eine ähnliche Entwicklung sehen, und aus diesem Grund schießen auch diese spekulativen Kurse so in die Höhe.

Meine erste Frage, die ich mir dann gestellt habe, lautete: Wieso wird die Aufwandsentschädigung nicht mit einem gängigen Zahlungsmittel (und sei es der schlechtere US-Dollar) bezahlt?

Die Antwort ist für mich erdrückend einfach: „Je komplizierter der Zugang zu einer digitalen Währung gemacht wird (wo wirklich nur noch die Insider der Cryptography durchsteigen können!), um so mehr können sich diese handvoll (juristischen) Personen in die eigene Tasche stopfen und einen Hype und Run auf eine immer teurer werdende Cryptowährung auslösen!“

Fazit: Man muss schon richtig bescheuert sein, wenn man solche Spielchen mitmachen will.

Der Deal des Jahrhunderts?

Es bahnt sich etwas an, was den Himmel der Telekommunikation erhellen oder verfinstern kann. Man stelle sich folgendes Szenario vor. Unser rosa-roter Riese gründet in den USA, z.B. in einer der Steueroasen auf dem nordamerikanischen Kontinent einen neuen Konzern, für den jetzt hier bereits schon multimedial Werbung gemacht wird – der sich durch totale Vernetzung auszeichnet – und der rosa-rote Riese packt seine Klamotten, schließt in der alten Bonndeshauptstadt seine Tore und sagt, nachdem wir TTIP unterzeichnet haben „Und Tschüss!“ Eine zu gewagte Phantasie? Ich weiß, es klingt mehr nach „Dünnpfiff“ als nach Spekulation. Aber es gibt dieses Szenario! Und wenn wir dann auf deutschem Boden keinen Zugriff mehr auf die Hoheit der letzten Meile haben, weil diese einem US-Konzern gehört, der durch das TTIP geschützt wird, dann wird uns allen klar werden: das war der Deal des Jahrhunderts! Da wird sich selbst Apple noch ne Scheibe abschneiden müssen…

 

Wenn Frechheit siegen soll …

Die Hochnäsigkeit der US-Amerikaner erinnert mich ein wenig an US-Präsident Johnson und General Westmoreland im Vietnamkrieg. „Wir sind nur noch einen Tag vom Sieg entfernt!“ … und dann? Es hat gar nicht anders kommen können, als sich die Nordvietnamnesen mit der Tet-Offensive revanchierten. Da half auch kein Santa Claus auf dem Panzer, der durch die Dörfer fuhr, um Schockolade und Bonbons zu verteilen, noch half es, sich als Sieger zu posen, bar aller Vernunft 50.000 GIs-weise die Truppenstärke zu erhöhen (in dem Irrglauben, das würde jemand beeindrucken), bis man die Amerikaner einfach aus dem Land jagdte. Und wieder machen die Amerikaner den selben Fehler. Sie pochen auf ihr Recht, dass die Welt ihnen zu Füßen zu liegen hat und demonstrieren mit aller Chuzpe, dass selbst Regierungschefs ihrer Verbündeten nur noch winselnd im Staub zu liegen haben, falls sie sich anschicken sollten, gegen das massenhafte Ausspähen durch 18 US-Geheimdienste aufzubegehren. Denn das Kernproblem bleibt doch, dass unter Clapper als CID-Chef alle am selben Strang zu ziehen haben.

Da kann General Keith Alexander als Scott McKenzie-Protagonist (Philip Wallach Blondheim)  mit aller Seelenruhe behaupten (lassen), von der US-Botschaft würde der NSA nicht spionieren. Dann ist es eben CIA, Secret Service, NCIS, Homeland Security oder sonst wer, dessen Leute dort in der SCS (Special Collective Service) sitzen und lauschen, die Festplatten füllen und sich feixend die Hände reiben, dass ihnen wirklich niemand kann. Und es wird auch kein Ende nehmen, das sollten wir Europäer auch einsehen! Sie können es und sie tun es … und lecken sich die Eier!

Aber am Ende jeder Militäraktion sollte ein Sieg stehen. Ob die USA das jemals schaffen wird, das ist zu bezweifeln. Denn immer noch hallt dieses Sieger-Gehabe vom Vietnamkrieg durch…

Abhör-Affäre: Wo ist die Grenze?

Man kann vielleicht noch von einer Affäre sprechen, was die US-Geheimdienste da in Europa heraufbeschworen haben, aber wo ist da die Grenze? Zum Beispiel zum kriegerischen Akt? Wenn man sich das ganze genau anschaut, dann ist es doch so, dass „fremde Truppen“ auf dem Gebiet eines souveränen Staates nicht nur Straftaten im Sinne des Bundesdatenschutzgesetzes begangen haben, sondern darüber hinaus sich der Spionage und des Hochverrats strafbar gemacht haben.

Nun ist das mit den amerikanischen Geheimdiensten so eine Sache. Es gibt achtzehn Dienste, die untereinander nicht nur in Konkurrenz stehen (auch wenn sie vom CID als obersten Geheimdienst koordiniert sein müssten), sondern sie sind gegenüber den parlamentarischen und demokratischen Strukturen per Gesetze, die sie über Jahrzehnte selbst geschaffen haben, abgeschottet. Selbst der US-Präsident ist ein „target“ gegenüber diesen Diensten und weiß nur das, was man ihm sagen möchte. Für den Oberbefehlshaber der Weltpolizei eine untragbare Situation – und genau so untragbar für die Partnerstaaten der USA.

Möchte man streng sein, mit den Freunden in den USA, dann ist der Lauschangriff auf Millionen von EU-Bürgern als kriegerischer Akt anzusehen – und es wird eine lange Zeit der Diplomatie bedürfen, wieder auf einen Stand gegenseitigen Vertrauens zu gelangen.

Inspiriert durch Snowden? – Das Imperium schlägt zurück…

Nachdem man in den USA schon Jahrzehnte die Kontrolle des Internet (die USA sieht das Internet als das Eigentum des US-Außenhandelsministeriums an) in die Hände des US-Obergeheimdienstchefs des CID gelegt hat, hat jetzt auch der russische FSB-Chef Alexander Bortnikow die vollständige Kontrolle des Internets in Russland von Kremlchef Putin übertragen bekommen. Ab sofort darf Alexander Bortnikow alle IP- und Telefonnummern, sowie Email-Adressen, Daten aus den sozialen Netzwerken sammeln und auswerten. Zudem soll Alexander Bortnikow so viel verdienen, wie der französische Präsident. Seit 2008 existiert in Russland bereits der Rechnerverbund SORM, in dem seitdem alle Verbindungsdaten eingespeist werden müssen, die dann vom FSB ausgewertet werden.

„Auf deutschem Boden werden deutsche Gesetze eingehalten…“

Mit dieser Aussage hat heute unser Regierungssprecher Steffen Seibert die Wirkungsweise des „Anti-Spy-Abkommens“ mit den Vereinigten Staaten von Amerika erklärt. Nun gut. Seit je her bin ich der Meinung, dass Deutschland noch vor Puerto Rico der 51. Stern auf der US-Flagge zusteht. Wir sind länger besetzt! Denn wenn zwei Staaten von sich behaupten, sie wären Freunde, die sich uneingeschränkt vertrauen, ein „Anti-Spy-Abkommen“ brauchen, das zudem noch ausschließlich von den Geheimdiensten der beiden Staaten ausgehandelt werden soll, dann kann man sich denken, was dabei herauskommen soll. Zuletzt entscheidet vermutlich General Major David E Quantock, der amtierende Chef des USACID, was Rechtens ist. Denn er ist derjenige, der für die USA definiert, was Internetkriminalität ist und was nicht. Und daran müssen wir uns eben halten.

Sprich, einem deutschen Beamten eines deutschen Geheimdienstes wird es niemals gestattet sein, in Geheimunterlagen der USA Einblick zu nehmen. Nicht einmal in seine eigene Personalakte!

Und zudem, Freunde… Im Grunde ist doch dieser inflationäre Begriff eher wie bei Facebook zu verstehen. Freunde sind alle die, die das von sich selbst behaupten. Und die USA wird sich niemals diese Entscheidung abnehmen lassen.

Für mich ist dieses Anti-Spy-Abkommen ein eklatanter Bruch des Grundrechtes auf eine geheime und vertrauliche private Kommunikation. Und eine Regierung, die einen solchen Rechtsbruch begehen will, sollte sich offen zur Diktatur bekennen. Ich denke, ehemalige DDR-Bürger können diesen Zustand „Freundschaft“ am besten verstehen. Und da unsere Staatsratsvorsitzende Angela Merkel ja eben diese Erfahrung gemacht hat, kann ich mir vorstellen, dass sie sich in ihrer nostalgischen Schwärmerei immer noch nach solchen „Freunden“ sehnt…

Tag der Offenen Tür für die Geheimdienste

Ach, wussten Sie das nicht? Wenn Sie mit Ihrem Android-Smartphone oder Ihrem Android-Tablet ins WLAN gehen, dann speichert Google auf seinen Servern sämtliche WLAN-Passwörter als Klartext ab. Offensichtlich ist dies eine der Vorgaben die GHQC und NSA für Google zur Bedingung gemacht haben, um auch an alle Daten in WLAN und VPN-Netze über WLAN eindringen zu können.

Da müssen doch die Worte unseres Bundesinnenminister Friedrich wie Hohn klingen, dass wir Nutzer uns gefälligst selbst um den Schutz unserer Daten kümmern mögen. Ha! Heißt das, Herr Friedrich, Sie erlauben uns das Eindringen, Ausspähen und das Durchschnüffeln der gigantischen Datenbanken von GHQC und NSA, um ausreichende Gegenmaßnahmen gegen unsere „ausländischen Ziele“ ergreifen zu können?