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Medienhype Chile als Ablenkung von Verschärfung des Demonstrationsrechtes

 

Wussten Sie, dass heute, 13. Oktober 2010, das Demonstrationsrecht erheblich eingeschränkt wurde und dass der Widerstand gegen eine Festnahme bei einer Demonstration, auch wenn der festnehmende Polizist nicht verletzt wird, jetzt mit drei Jahren Haft bestraft wird? Gerade solche Medienhypes, wie die Rettung der Bergarbeiter in Chile, die sicher durchaus wichtig genug für eine Nachrichtenmeldung ist, werden dazu genutzt, um gegen unser Volk härtere Gesetze auf dem kleinen Dienstweg durchzupeitschen; am Bundesrat vorbei.

Wann haben wir endlich die Zustände erreicht, wie sie schon in der DDR herrschten – oder gar im Dritten Reich, damit wir endlich wieder “befreit“ werden können? Diese Frage kommt langsam unweigerlich auf. Aber an eines sollten wir dabei denken: es wird kaum jemand kommen und uns dieses Mal retten wollen.

Es liegt also an uns, möglichst schnell Bürgerbegehren für eine Neuwahl auf die Beine zu stellen, solange dieses Recht uns noch gegeben ist! Auch in Bundesländern wie in Hessen, die durch ihre Landesverfassung zum Bürgerbegehren entsprechend benachteiligt sind. Aber wenn mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten sich dazu entscheiden können und ihre Unterschrift und ihre Wahlabsicht bekunden, dann können wir es endlich schaffen, uns diese Regierung vom Hals zu schaffen. Zu lange hat Dienstbeflissenheit sich schon in Machtbesessenheit wandeln können.

Mord als Sport?

Für mich war diese Tour in den Westerwald bis nach Herold (bei Katzenellenborgen) und dann die Lahn entlang an den Rhein hinunter nach Rüdesheim, Eltville, Wiesbaden und weiter nach Hause eine wunderschöne Reise! Herrlich.

Und an der letzten Ampel kurz vor der Haustüre (wenige hundert Meter Luftlinie) geschah es dann. Ich bin gerade dabei mich nach links einzuordnen, ein Fahrzeug ca. 150m hinter mir auf der rechten Fahrspur fängt an mich zu überholen und erreicht mich, drängt mich ab, als ich auf der Mittellinie bin, zieht an mir nach rechts vorbei und fährt geradeaus weiter. Ich muss rechts ausweichen und kontrolliert vom Moped absteigen und landete mehr oder weniger unbeschadet auf dem Gehweg neben der Fahrbahn. Das Moped mir hinterher und blieb auf meinem linken Bein liegen. Nach ca. 30 Sekunden kamen die nächsten drei Fahrzeuge, hupend, weil meine auf der Fahrbahn querliegende Maschine den Verkehr behindert und fuhren weiter. Erst das vierte und fünfte Fahrzeug, gut 50 Sekunden nach dem Unfall hielt und freundlichen Menschen halfen mir, das Moped aufzurichten und mir aufzuhelfen, riefen Polizei und Krankenwagen. Ich selbst habe mir an der Bordsteinkante das rechte Knie geschrammt und noch eine kleine Schürfwunde am Handballen, sonst nichts. Die obligatorische Fahrt im Rettungswagen ins Krankenhaus nach Hanau zum Röntgen der Halswirbelsäule und des rechten Knies war dann eben mit inklusive… Gelernt ist eben gelernt. Schließlich habe ich beim Bund (schon 1974) meine Motorradfahrschule gemacht und damals noch das kontrollierte Absteigen vom fahrenden Motorrad gelernt. Was ist aber mit denen, die das heute nicht mehr erlernen und in solchen Situationen verzweifelt versuchen, das Moped unter Kontrolle zu bringen? Die werden meistens aus der Kundenkartei ihrer Versicherung gelöscht…

Vor einiger Zeit sprach ich mit einem “professionellen Motorradfahrer“ der Autobahnpolizei und der berichtete mir davon, dass es inzwischen zum Sport geworden ist, Motorradfahrer “abzuschießen“. LKWs ziehen auf der Autobahn nach links raus, um überholende Motorräder zum Sturz zu bringen und filmen ihre Taten auch noch, um sie dann als Trophäen präsentieren zu können. Ebenso auch PKWs, die ganz gezielt Motorräder bedrängen und schneiden und dabei im Grunde einen “versuchten Totschlag“ oder “schwere Körperverletzung mit Todesfolge“ in Kauf nehmen. Nicht wenige Motorradfahrer werden zeitlebens zum Krüppel gefahren und müssen um eine Integration in der Gesellschaft kämpfen. Das Schlimme an der Sache ist, dass sogar Fahrlehrer sich in ihren Fahrzeugen bei einer Alleinfahrt dermaßen unvorschriftsmäßig verhalten, dass ich selbst schon solche brenzligen Situationen erlebte. Wie sollen da Autofahrer ein verantwortungsvolles Fahren erlernen???

Auf rund 6100km im letzten halben Jahr habe ich genau diese Situation mehr als 100 Mal erlebt, dass ich beim Links- und rechts-abbiegen überholt und geschnitten wurde. 100 Mal versuchter Totschlag, so seh ich das! Die Perversion kennt eben keine Grenzen.

Durch den Westerwald und Naturpark Nassau

Was ein wunderschöner Ausflug. Bin heute über Köppern, Weilburg, Limburg, Dietz bis nach Herold, mitten in den Wald gefahren. Jetzt übernachte ich in einem schicken Landgasthof. 140km sind genug für einen Tag. Der letzte Teil der heutigen Etappe war sehr anstrengend. Es war schnell dunkel (so gegen 18:45 Uhr) und dann musste ich mich höllisch auf die Straße konzentrieren müssen. Autos mit Fernlicht, die einem entgegen kommen, sind immer ein Risiko bei Dunkelheit und unbekanntem Terrain. Dazu Steigungen, Gefälle und jede Menge Kurven. Es war schon eine Herausforderung. Ich habe heute versucht, während der Fahrt mit meiner Kamera Video-Aufnahmen von der Fahrt zu machen. Das Resultat ist leider nicht sehr brauchbar. Aber es war einen ersten Versuch wert. Mal sehen, wenn ich morgen die Kamera besser am Halsgurt justiert habe, geht es vielleicht besser. Vielleicht kann ich bei der Fahrt durch das Lahntal (B417 und B260) und den Rhein hinunter (B42) dann noch ein paar Aufnahmen machen. Ansonsten war ich mich Landschaft anschauen beschäftigt! Meine Güte, was wird das bunt! Ich könnte alle 100m anhalten und Fotos schießen. So würde ich allerdings nicht vorwärts kommen. Ein paar Fotos habe ich gemacht, die stelle ich dann in mein Archiv und vielleicht das Schönste auch in die Galerie… Soweit für heute. Gute Nacht!

20 Jahre Deutsche Einigkeit?

 

Nein, ich glaube, dass unser Land inzwischen einen Grad von Uneinigkeit erreicht hat, wie schon lange nicht mehr. Es gibt wieder eine politische und ideologische Grenze in unserem Land: die Grenze zwischen denen ‚da oben‚ und denen ‚da unten‚. Und die Mehrheit der Deutschen befindet sich ‚da unten‚. Das Ausland jubelt mit der politischen Führung in Berlin und Bremen über die Wiedervereinigung vor 20 Jahren, aber das deutsche Volk selbst fühlt sich größtenteils dazu missbraucht, politischen Versprechungen vertraut zu haben, die niemals in Erfüllung gehen sollten. Heute hat das Sparen bereits solche Auswirkungen erreicht, dass es nicht wenige Menschen gibt, die ernsthaft über einen Selbstmord nachdenken, weil sie nicht mehr weiter wissen; sich nicht vorstellen können, was aus ihnen wird, wenn sie beispielsweise keine Krankenversicherung mehr zahlen können.

Es war ein phänomenaler Schachzug von unserer Regierung, den Betrag für Hartz-IV nur um 5€ steigen zu lassen. Dadurch werden mehr Menschen von einer staatlichen Grundversorgung oder Unterstützung ausgegrenzt, als es bisher der Fall war. Denn viele verdienen gerade mal 10€ oder 20€ mehr, als der aktuelle Hartz-IV-Regelsatz und der künftige Hartz-IV-Regelsatz festlegt. Aber sie können ihre Miete nicht mehr zahlen, wissen nicht, wie sie mit ihrem Auto zur Arbeit kommen sollen oder verlieren ihre Krankenversicherung, von einer Altersvorsorge ganz zu schweigen. Was soll aus diesen Menschen werden? Wer ist deren Lobby? Wer kümmert sich um deren Rechte? Um das Recht auf ein menschenwürdiges Leben?

Politiker, wie unsere Parteivorstände von SPD, CDU/CSU oder FDP können sich nicht vorstellen, wie das ist, mit Hartz-IV leben zu müssen. Mit dem Existenzminimum. Sie können es sich nicht vorstellen, weil sie in einer Sphäre leben, die sich weit von dem abhebt, was das Volk ‚da unten‚ erdulden muss. Und es kennt ja keine Grenze! Unbegrenzte Zusatzbeiträge auf die Krankenversicherung werden dazu führen, dass ein verbrieftes Grundrecht ausgehebelt wird: nämlich gesetzlich Krankenversicherte nicht aus ihrer Krankenversicherung aussteuern zu können. Jetzt können Patienten durch unbegrenzte Zusatzbeiträge zu ihrer Krankenversicherung einfach in eine Lage gedrängt werden, in der sie nicht mehr in der Lage sind, ihre Beiträge zu zahlen und damit verlieren sie ihren gesetzlichen Krankenversicherungsschutz und werden auch von privaten Kassen nicht mehr aufgenommen. Oder man drängt sie in die privaten Krankenkassen und dort dürfen bestimmte Krankheiten ausgesteuert werden, sprich, die Kasse übernimmt keine Leistungen mehr. Aber diese Patienten dürfen nicht mehr zurück ins gesetzliche Krankenversicherungssystem.

Wir schaffen eine zunehmende Verarmung und Verelendung unseres Landes und die Unzufriedenheit des Volkes wächst. Beispiel Stuttgart-21. Da regt sich genauso Protest, wie bei der Verlängerung der AKW-Laufzeiten, die inzwischen schon bei 2040 angepeilt werden. Der Ausstieg aus dem Sozialstaat. Der Ausstieg aus der Sozialpolitik. Ausstieg aus der sozial-gerechten Umverteilung und Sicherung von Arbeitsplätzen. Ausstieg aus der Politik, die auch vom Volk mitgetragen werden kann.

Wer sich vorstellen kann, warum in Deutschland viele Menschen wieder in Angst leben, der ist im Grunde prädestiniert dazu, auch die Fehler zu identifizieren, die tagtäglich gemacht werden. Was uns fehlt, sind neue Politiker, die aus dem Volk kommen. Menschen, die sich zutrauen, auch mit dem Hintergrund eines gewöhnlichen Arbeiters oder gar eines Erwerbslosen sich in die Öffentlichkeit zu trauen und einer Schicht der Bevölkerung die Gewissheit zu geben, dass es jemand gibt, der sie überhaupt wahrnimmt. Rentner, die sich schon heute ausmalen können, wie ihr Leben in einer Pflegeeinrichtung ohne den finanziellen Rückhalt verlaufen wird, zwischen Hartz-IV und Dekubitus. Mütter, die sich den steigenden Problemen gegenüber sehen, die Beruf, Erziehung und Haushalt als Dreifachbelastung täglich abfordert, weil selbst die minimalen Versprechungen eines Dr. hc. Helmut Kohl um Kindertagesstätten für jede Familie, heute noch Illusion sind, weil die Kommunen kein Geld dafür aufbringen können.

Eine Veränderung der herrschenden Politik wird nur dann möglich sein, wenn unser Volk sich daran erinnert, was vor 20 Jahren geschehen war: die Bewusstwerdung, dass wir das Volk sind. Wir alle. Wir Rentner, wir Arbeitslose, wir Hartz-IV-Empfänger, wir Kurzarbeiter, wir Leiharbeiter, wir Menschen, die Tag für Tag mit dem Existenzminimum auskommen müssen, die nicht auf eine lebenslange Pension von zig Tausenden Euro im Monat für wenige Monate auf einem Führungsposten in irgend einer Bank oder Ministerium, ohne jemals durch eine positive Leistung aufgefallen zu sein.

Der Eindruck im Volk, von einer ganzen Riege von Langzeit-Versagern regiert zu werden, kann nicht ganz falsch sein. An irgend etwas muss es ja gelegen haben, dass dieser Eindruck entstehen konnte.

An der Natur vorbei

Wir leben in einer Zeit des Umbruchs, der von unserer Generation nur schwer zu verkraften sein wird, von unseren Kindern und Enkeln ganz zu schweigen. Wer die Zeche letztendlich zahlen muss, das steht heute noch nicht fest, aber dass sie gezahlt werden muss, das dürfte auch dem Letzten inzwischen klar geworden sein. Jedoch werden diejenigen, die in dem Bewusstsein leben, dass wir nur auf erneuerbare Ressourcen zurückgreifen können, ohne die Natur weiter und weiter zu schädigen, immer mehr ins Hintertreffen kommen.

Inzwischen haben wir eine Renaissance der Atomenergie erreicht, in der wir den Ausstieg vom Ausstieg besiegelt haben. Ob der Bundesrat der Regierungsentscheidung für eine Laufzeitverlängerung bis 2032 und bis 2038 in ausgewählten Atom-Kraftwerken zustimmen wird, ist fraglich, denn offensichtlich soll diese Entscheidung am Parlament und am Bundesrat vorbei zementiert werden. Am 18. September 2010 formierte sich der erste zaghafte Protest von SPD, Die Grünen und Gewerkschaften gegen diese Entscheidung. Es soll ein „heißer Herbst“ werden, aber immer noch ähnelt es mehr einem mildem Spätsommer.

Ist in Deutschland überhaupt ein bundesweiter Protest gegen die christlich-liberale Politik möglich? Diese Frage wiegt insofern schwer, dass wir Deutschen eher dafür bekannt sind, als Wähler eher eine abwartende als eine reaktionsfreudige Nation zu sein scheinen. Wären heute Bundestagswahlen, würden Rot-Grün vielleicht mehr Stimmen erhalten, als Schwarz-Gelb, dagegen könnten aber Rot-Grün nicht ohne die Unionsparteien regieren. Wir hätten wieder eine große Koalition und somit eher eine Kompromiss-Regierung, wie damals zu Zeiten von Merkel und Steinmeier, aber keinen echten Kurswechsel.
Doch was soll sich ändern, wenn wir noch nicht einmal zu einem geschlossenen Protest gegen die Regierungspolitik fähig sind. Es ist wohl eher ein geschichtliches Problem, dass zu Tucholskys Zeiten mit dem „deutschen Michel“ dokumentiert wurde, der verträumt im Schlafanzug ohne zu verstehen durch die Zeit seiner Generation läuft – ohne Reaktion auf die offensichtlichen Missstände. Und genau so ist es auch geblieben. Die Deutschen tun sich schwer mit Veränderungen, besonders ihrer liebgewordenen Gewohnheiten. Dazu gehört eben auch, sich nicht in die Arbeit der Politiker einzumischen. Wer trotzdem aufbegehrt, gilt als Außenseiter und wird aus der großen Gemeinschaft am liebsten ausgeschlossen. Wenn schon Protest, dann darf er in Deutschland nur organisiert stattfinden.

Auch die Medien, wie Internet und Blogs haben nicht viel an dieser Mentalität verändern können. Dabei ist doch der Mensch in seiner Natur gar nicht so kritiklos. Wenn uns etwas nicht gefällt, was den Nachbarn umtreibt, dann ziehen wir vor Gericht. Die Zahl der Zivilklagen hat in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugenommen und immer mehr Gerichte werden mit immer mehr Klagen blockiert. Doch wieso wagt niemand, sich selbst offen und deutlich gegen die herrschende Politik durchzusetzen?

Es ist nicht so, dass dem Deutschen die Möglichkeiten dazu fehlen würden, sich zu erklären und seinem Unmut Ausdruck zu verleihen. Doch warum nutzt niemand seine Möglichkeiten zum Protest? Ist es wider unsere Natur, zu protestieren; sind wir dann keine „braven Deutschen“ mehr?

Als in den sechziger Jahren die Studenten aufbegehrten und ihre oftmals marxistisch-leninistischen Konzepte vortrugen, da hat sie niemand verstanden. Heute noch geistert das Gespenst herum, Karl Marx sei Kommunist gewesen. Dem kann man nur widersprechen, denn Marx hatte ganz andere Ambitionen. Er war der erste universitäre Philosophie-Lehrer, der sich mit der Volkswirtschaft auseinandergesetzt hatte, wie sonst noch niemand vor ihm. Ihm ging es darum, seinen Studenten und späteren Lesern (Karl Heinrich Marx war ab 1842 vornehmlich publizistisch tätig) den Sinn und die Grenzen der Ökonomie zu vermitteln. Als er 1849 ins englische Exil nach London ging, da ging er scharf mit der in Deutschland und Europa herrschenden konservativen Politik ins Gericht. Aber stets blieb Karl Marx ein Vertreter des Realismus. Sein Artikel über den „Wert der Arbeit“ (Lohnarbeit und Kapitalismus, 1844) war federführend für das spätere Gesamtwerk „Das Kapital“ und zeigte auf, wie wenig wir uns schon damals um den Wert der Arbeit machten.

Es geht an der Natur des Menschen vorbei, wenn wir uns nicht auch mit den inneren Werten befassen. Es geht an unserer Natur vorbei, wenn nur noch Kommerz und Materialismus bestimmen, wie und wo wir zu leben haben. Wir sind inzwischen so knapp davor, dass wir die Gesundheitsversorgung nur noch denen zukommen lassen wollen, die jung, gesund und reich sind. Dass Armut krank machen kann, dürfte allen klar sein. Und somit ist es nur ein denkbares Ansinnen der Politik, hier eine klare Grenze zu ziehen. Wir sind bald soweit, dass es wieder heißt: „Wer arm ist, ist selbst dran schuld“… Kann das im Sinne unserer Natur sein?

Wo ist in Deutschland die Begeisterung, die man in den 80er Jahren der polnischen Bewegung „Solidarnosc“ entgegenbrachte, geblieben? Haben die Deutschen überhaupt verstanden, was Solidarität überhaupt bedeutet? Dass es nämlich die Hilfe der Stärkeren für die Schwächeren bedeutet, scheint den meisten Menschen entgangen zu sein. Wer stärker ist, macht sich heute kaum noch Gedanken um die Schwächeren. Das merkt man auch an der sinkenden Bereitschaft, ein Ehrenamt zu übernehmen. „Fun“ ist in.

Wieso handeln wir immer mehr gegen unsere Natur? Warum können wir nicht begreifen, dass unser natürlicher Lebensraum sich immer mehr schmälert, je mehr wir vom Dasein eines „sozialen Wesens“ abkommen? Was muss alles noch passieren, um ein Umdenken auszulösen. Noch mehr Armut, Katastrophen oder gar ein Krieg?

Deutschland ist nicht alles…

Nichts fällt uns so leicht, wie die Kritik an der Gesellschaft. Wir kritisieren die Hartz-IV-Empfänger, sie seien alle arbeitsscheu, wir kritisieren die Bänker, sie würden all unser Geld verschwenden. Wir kritisieren die Politiker, sie seien unfähig eine „gute Politik“ zu machen. Aber kaum ein Deutscher kann definieren, was „gute Politik“ überhaupt sein soll. Wir leben in einem namenlosen Zustand, in dem nicht nur die Zukunft ungewiss ist – sogar die Vergangenheit entweicht uns, wie man an dem Kommentar von Frau Erika Steinbach1 erkennen kann. Doch bei aller Kritik, ändern wir doch so gut wie überhaupt nichts an unserem Land, dafür wird es nach und nach schlimmer und schlimmer. Im Großen und Ganzen kann man sagen: wir haben überhaupt nichts aus unseren Fehlern gelernt.
Es war mein Großvater, von dem ich Sätze hörte, wie „Das Dritte Reich war in aller erster Linie eine Sache des Geldes!“ oder „Der Faschismus fängt da an, wo der Feudalismus sich Mauern baut“. Und so war es dann ja auch. Die Nationalsozialisten waren vor allem auf das Geld und den Besitz von Juden und Andersdenkenden aus und haben damit ihre Rüstungsindustrie finanziert, die Deutsche Reichsbahn ist am Transport von Juden in die Konzentrationslager reich geworden und als der Krieg vorbei war und die stalinistischen Feudalisten den Staat DDR schufen, da bauten sie recht bald eine Mauer drum herum, um ihren Faschismus vor der Wirklichkeit zu schützen. Und wie ist es heute? Heute sitzen die Feudalisten vor allem in den Bankentürmen in Frankfurt am Main, zu Hause vor ihrem PC mit den Broker-Programmen und scheffeln das Geld von einem Konto aufs andere, fahren dicke Geländewagen, sonnen sich in ihrer eigenen Egozentrik und schimpfen auf die „Sozialisten“, sie würden unser Land nur kaputt machen wollen. Heute kritisieren wir die „Linke“, mit ähnlich klingenden Worten, wie Deutschland sie schon zu Zeiten des Sozialistengesetzes und nach Graf Otto v. Bismarcks Abgang gehört hatte.
Was haben wir überhaupt gelernt? Wie man eine Kultur durch den Kommerz destabilisiert? Ja, das ist uns wahrlich gut gelungen. Und niemand stört sich daran, denn alle konsumieren fleißig mit. Wo sind die solidarischen Ideale geblieben, die wir uns zur Gründung der Bundesrepublik Deutschland auf die Fahne geschrieben hatten? Bald heißt es sicher wieder „Deutschland, Deutschland, über alles…“ und dann? Wen wollen wir diesmal im Ofen verbrennen? Wie viele wollen wir dann vergasen, wenn wir nicht mehr sicher sein können, wer „deutsch“ ist und wer nicht?
Ich glaube, viele sind der Meinung, dass der Nationalismus vergangen und vergessen sei. Dabei schimpfen immer mehr Bürgerinnen und Bürger über die Ausländer. Vergessen dabei aber, das viele dieser „Ausländer“ wie wir Bürger der Europäischen Union sind und sich innerhalb der EU aufhalten und leben dürfen, wo es ihnen beliebt. Lediglich die Meldung des derzeitigen Aufenthaltsortes ist Pflicht (siehe Meldegesetz) und sonst weiter gibt es faktisch nur politische Grenzen zwischen den Mitgliedstaaten. Und das ist gut so. Ich kann heute meine Krankenversicherung in Großbrittanien abschließen, meine Rentenversicherung in Polen und meine Haftpflichtversicherung in Österreich oder Frankreich, ich kann mir in Rumänien ein Haus kaufen und darin wohnen und wenn es mir Spaß macht, eine Spanierin oder eine Griechin heiraten und trotzdem bleibe ich Bürger eines Mitgliedsstaates der EU. Auch das ist gut so.
Woher nehmen wir uns also das Recht der Polemik und der Ressentiments gegenüber den „Ausländern“, die allesamt und größtenteils Bürger eines EU-Mitgliedstaates sind? Nein, die Türken sind keine Ausnahme mehr, seit sie in der EU als „assoziierter Staat“ anerkannt sind. Außerdem möchte ich zu bedenken geben, dass unsere kapitalistische Größe Edzard Reuter, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Daimler Benz AG, selbst während der Kriegszeit 1935-1945 seine Kindheit und Jugend in Ankara im Exil verbrachte und sein Vater, Otto Reuter, der erste Berliner Oberbürgermeister nach dem 2. Weltkrieg, dort Professor für Städtebau an der Universität von Ankara war. Er war immer ein Freund der Türken und sollte uns deshalb Beispiel sein. Zudem scheren wir alles über einen Kamm, wenn wir von den Türken sprechen. Wer spricht schon gerne über die Kurden? Ich hörte nicht selbst den Begriff „Gammel-Türke“, wenn es um einen Kurden ging. Kann man abschätziger einen Bürger einer verheimlichten Nation bezeichnen?
Wir sollten aufhören, nur in den Grenzen von Deutschland zu denken. Die Zeiten sind seit der Einführung des Euros ein für alle Mal vorbei. Wir sollten auch aufhören, ständig uns nur auf unsere Kritik zu berufen. „Ich habe es schon immer gesagt, dass dies und das“… das bringt uns nicht weiter. Wir brauchen Konzepte und Lösungen für ein Zusammenleben, die von den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes ausgehen. Wir können uns nicht darauf verlassen, dass die Politik uns schon die Richtung weist. Wir können diese Richtung selbst vorgeben. Schafft Kooperativen zwischen EU-Bürgern! Schafft Freundeskreise, aus möglichst vielen Nationalitäten bestehend. Bemüht Euch um Kontakte, auch ins Ausland. Schreibt Briefe. Briefe sind etwas vollkommen anderes, als eine Email. Briefe sind persönlich, gar intim. Sie zeigen uns von einer gänzlich anderen Seite. Das sind unsere Möglichkeiten, die wir haben, Europa auch in unserem Alltag zu leben.
Wir müssen nicht, während wir Ayran trinken und an einem Döner kauen, auch noch laut herum posaunen „Die Türken sollen endlich verschwinden!“ Wie viele würden dann verhungern…

Auf vielspurigen Straßen über Land. Nur für Geländewagen?

Zunehmend geplant und allgemein erkennbar umgesetzt: Unsere öffentlichen Fahrwege werden in Kraftfahrstraßen (früher „Schnellstraßen“) mit Autobahn ähnlichem Ausbau umgewandelt. („Kraftfahrstraßen“ Zitiert nach Wikipedia).

„(Zitat) Das passiert zunächst einfach durch Anbringen der rechteckigen blauen Zeichen 331 mit der Heckansicht eines Autos (eines Geländewagens!): 331.1 Kraftfahrstraße (Beginn) und 331.2 Kraftfahrzeichen (Ende).“

Die Straßen mit dem blauen Schild sind dann ausschließlich für solche Kraftfahrzeuge bestimmt, deren bauart bedingte Höchstgeschwindigkeit 60 km überschreitet und die maximal 4 m hoch und 2,55 m breit sind. Die Kraftfahrstraßen sind nicht identisch mit Autostraßen in anderen Ländern, die Zeichen werden vielmehr überall verwendet, wo nur schnelle Kraftfahrzeuge verkehren sollen.

Diese Straßen gibt es innerhalb und außerhalb von Ortschaften. Dabei können die Kraftfahrstraßen plan gleich kreuzen. Dabei gibt es keine eigenen Geschwindigkeits-beschränkungen für Kraftfahrstraßen.

Fußgänger dürfen die Kraftfahrstraßen (auch innerhalb von Orten / Städten!) nur an Kreuzungen und Einmündungen nur an vorgesehenen Stellen überschreiten, ansonsten aber nicht nicht betreten.

Langsamere Fahrzeuge wie Behindertenfahrzeuge bis 45km/h, Traktoren, die kleineren Motorroller, Mopeds und Mofas sind ganz ausgeschlossen. Sie müssen, obwohl sie regional Sprit sparend wären, lange und langwierige Umwege in Kauf nehmen. Und das, auch wenn die Autostraße möglicherweise nur mit 40 oder 50 km/h befahren werden darf oder sogar Platz für einen separaten Fahrweges wäre) . Wenigstens für einzelne Fluss – Brücken sind Sonderregelungen vorgesehen ( Rheinbrücke Maxau)

Die Regionen und Quartiere werden in kleine Raster zerteilt. Überwege und Ersatzwege sind nur in großen Abständen vorgesehen, aber nicht für alle langsameren Verkehrsteilnehmer zugelassen und kaum ausgeschildert.
Die Maßnahmen sind nicht nur in Ortsschaften unproduktiv bis schikanös und Klima schädigend. Sie behindern den heiß ersehnten Aufschwung. Wie sollen die insbesondere Jugendliche, Lehrlinge, aber auch Studenten, Praktikanten oder andere in Ausbildung kostengünstig zur Arbeitsstelle kommen, mobil auch abgelegenere freie Arbeitsstellen zu variablen Arbeitszeiten annehmen? Der öffentliche Nahverkehr ist nicht ausreichend, langsamere Fahrzeuge sind überlebenswichtig.

Auswirkungen in der Praxis stellen sich mir so dar:

Zu Fuß zum Briefkasten? … aber bitte nur noch, wenn er auf dieser Seite von der Kraftfahrstraße liegt…

Das Einkaufszentrum (Discounter, Biokaufhaus, Kleidungsgeschäft und Drogerie/ Medien) liegt in Sichtweite? Noch können Sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad oder Moped dorthin? Wenn die Schilder Kraftfahrstraße erst mal stehen, schaffen Sie das nur noch, wenn der vielleicht geplante Fahrradweg auch angelegt ist oder wenn Sie wie viele Ältere hier den Einkauf zu Fuß nach Hause schleppen und den Umweg zur nächsten Fußgängerampel auch noch bewältigen können. Oder wenn, wie zu befürchten steht, Ältere ihren Führerschein und Auto nur behalten, um sich trotz zunehmender Sehbehinderung, schlechter Reaktionsgeschwindigkeit und wider besseres Wissen einmal die Woche auf die Schnellstraße einzufädeln und hin und zurück 100 m zum Einkaufszentrum zu fahren.

Freunde besuchen? Mitglied in einem Verein werden? Unsere Jugendlichen werden so vom öffentlichen Leben ausgegrenzt. Wie sollen sie Verantwortung lernen und üben, wenn sie in der Gemeinde kaum noch aus eigener Kraft zu den Veranstaltungsorten kommen können? Wie Rücksicht lernen und Respekt, wenn ihre Bedürfnisse so missachtet werden? Da setzen sie sich doch lieber gleich vor den PC oder ziehen gelangweilt mit Gleichaltrigen um den Block.

Ein Ausflug mit dem Elektro-Rollstuhl ins Grüne? Gar auf die andere Mainseite ins Museum oder Theater?

Direktvermarktung beim Bauern?

Politische Veranstaltungen? In der Rhön? Im Taunus? Gedenkfeiern unter freiem Himmel? Nur noch etwas für Leute mit schnellen Autos oder Motorrädern? Oder für Leute, die sich mit jemandem gut stehen, sei es „Familie“, „Arbeitskollegen“„Chef“, der sie mit nimmt oder eine Mutter oder ein Sohn, die sie fahren könnten, die viel gerühmte Nachbarschaftshilfe? So kenne ich das aus der ehemaligen DDR…

Was ist mit der uns in Artikel 11 Grundgesetz zugesicherten Freizügigkeit?
Nicht jeder ist bereit oder in der Lage, sich einen Sprit fressenden zunehmend üblichen (oft steuerbegünstigt als LKW zugelassenen) Geländewagen zu kaufen oder zu mieten.

Für normale Autofahrer bleiben die Schilder zunächst unbemerkt, denn das Aussehen und der Zustand (!) der alltäglich befahrenen Straße hat sich ja nicht geändert. Fast alle Autos können jetzt über 60 km/h fahren. (Ich habe noch gelernt: erforderliche Mindestgeschwindigkeit für Autobahnen (!!) 40km/h)

Die Flut dieser Schilder beschränkt die in Artikel 11 Grundgesetz zugesicherte Freizügigkeit inzwischen erheblich. Sie beschränken die Freizügigkeit weitgehend auf gut motorisierte Bürger und Bürgerinnen.

Es kann nicht angehen, dass wir uns (wie brave Untertanen) in unserer Reisefreiheit als Einzelperson (zu Fuß, per Fahrrad mit oder ohne Hilfsmotor, per Mofa bis 25 km/h oder Kleinkraftrad 45 km/h ) immer mehr und schließlich so weit einschränken lassen, dass wir nur noch mit „guten Freunden oder der Familie“ mit dem Kraftwagen in die Nachbarstadt kommen, also zum Beispiel von Aschaffenburg nach Hanau und zurück.

Ich muss erklären: Die Stadt Maintal am nördlichen Ufer des Mains gelegen ist entstanden aus mehreren kleineren Orten, unsere Region ist wie viele andere auch verkehrstechnisch gut erschlossen: Sie wurde und wird ohne Rücksicht auf historisch gewachsene und sich zögerlich neu findende Gemeinschaften immer wieder und weiter in Rechtecke gerastert: Da sind:

(1) der Main, Verkehrsweg zwischen Rhein und Donau, eine seit Generationen trennende Grenze, die Ufer verbunden durch zwei Fähren, ein Schleusenübergang mit Treppen, zwei Brücken in 25 km Abstand, eine Brücke als Kraftfahrstraße ( B 43a ).

(2) eine Autobahn (A 66) mit vier langen Zu- und Abfahrten, (zwei überführende Brücken, eine mit erheblicher Steigung, eine Unterführung durch eine örtliche Stichstraße),

(3) parallel dazu eine Bundesstraße (B 8), vierspurig mit Mittelstreifen und Kilometer langen Leitplanken (mit einem Fahrradweg auf der Südseite, abschnittsweise „nicht für Mofas“ oder einem Stück „Einbahnstraße“, alle 2,5 bis 4 km eine Ampel zum Überkreuzen oder Abbiegen)

(4) schnelle Querverbindungen zwischen Bundesstraße und Autobahn – im Abstand von etwa 2,5 bis 4 km, vielfach Kraftfahrstraßen. (An einer Querspange gibt es einzelne Einmündungen entsprechend einer Auffahrt auf die Kraftfahrstraße, eine Überquerung mit Ampel für Fußgänger und andere, zwei Unterführungen schlecht ausgeschildert und kaum zu finden).

(5) Und eine Eisenbahntrasse mit Nahverkehr, vielen ICE`s und langen Güterzügen. (eine Unterführung „nur Fußgänger, Fahrradfahrer bitte absteigen“, zwei ebenerdige Bahnübergänge ( die Schranken lange und in mehr als 50% geschlossen ) einen unbeschrankten „alten“ Überweg im Wald und eine versteckt liegende „alte“ Brücke).

GPS hilft nicht viel, falls man nicht auf einer der gut beschilderten Kraftfahrstraßen unterwegs ist. Die Übergänge für langsameren Individualverkehr und Fußgänger sind ungeordnet, unübersichtlich, erforderliche Hinweise fehlen. Selbst überregionalen ausgeschilderte Radwege enden schon mal an einer engen Treppe .. Für Mofas sind sie nur abschnittsweise zugelassen.

Wenn man genauer hinguckt, oft beginnen und enden die Kraftfahrstraßen abrupt ohne Ankündigung oder sind nur auf mehrere hundert Meter bezogen. Sie blocken den langsameren Verkehr willkürlich ab. Wenn überhaupt Auswege oder Umleitungen vorhanden sind, sind sie meist kleinräumig beschildert, eher alle irritierend („Fußgänger andere Straßenseite benutzen“) und in ihrer Wegführung nicht transparent und oft Schwächere gefährdend.

Die Einschränkungen sind erheblich, schauen Sie mal genauer hin.

Sie betreffen zwar besonders Umweltbewusste („Ökofreaks“), finanziell Ärmere („Hartz IV Empfänger“), Nichtautofahrer mit Erkrankungen („Behinderte“, „Alte“) und Jugendliche. Aber vielleicht sind mögliche 60 km/ h demnächst nicht mehr schnell genug oder der Hubraum ist zu klein?

Es muss uns in unserem Staat darum gehen, es allen Bürgern und Bürgerinnen weiter und wieder möglich zu machen (auch solchen ohne hinreichend schnelles Auto), die für unseren Staat lebenswichtigen demokratischen Rechte (und Pflichten!) auszuüben, Teilhabe und Verantwortung in Gesellschaft und Staat zu übernehmen. Das geht nur durch Erwerb von Fähigkeiten, durch Eroberung und Bewährung in der realen Welt.

Wir müssen jetzt Teilhabe an Verantwortung in Gesellschaft und Staat einfordern. Dazu dürfen wir uns nicht wie Untertanen an Ort und Stelle im künstlich gerasterten Umfeld halten zu lassen, um dort die Freiheit zu leben. Diese Freiheit: in der virtuellen Welt der Medien, PC, TV, Spielekonsolen, alkoholisiert oder auf Koks, sich konsumierend beschränkend auf die eigene Kleinfamilie oder den idyllischen Garten, vielleicht politisch wählen gehen, – aber was?).

So weit sind wir noch nicht, dass nur noch die Gedanken frei sind.
Es ist noch Zeit, unser Recht auf Freizügigkeit nach Artikel 11 des Grundgesetzes -unsere Reisefreiheit für alle – mit oder ohne ausreichend motorisiertes Auto – in der realen Welt an jedem Ort, an jeder Kreuzung zu behaupten, zu verteidigen oder wieder zu erstreiten.

Die Erfolge sind es wert.

Hier (im Umland) im Land zwischen den großen Städten habe ich mich früher aufgeregt, dass er abends nur bis 20.30 Uhr (echt!). Die vereinzelten Zugverbindungen bei dunklen offenen Bahnsteigen mit hohen Einstiegen und Fährfahrten bis 21 Uhr sind kaum erwähnenswert. Von öffentlichen abendlichen Veranstaltungen auch im nächsten Ort in Sichtweite war man ohne Auto praktisch ausgeschlossen. (mit Abendgarderobe und Fahrrad, – o.k. – mit dortigem Umkleiden und Sprüchen wie „Rad fahren ist gesund“). Das Engagement von Bürgern und Bürgerinnen hat gewirkt, nach Monate langem Ringen gibt es einen regelmäßigen Nachtbus in die nächste Stadt und zur Frankfurter U-Bahn.

Noch fährt Steinchen mit Moped und Kamera über Land und erfreut uns mit Reportagen aus der echten Realität – jeweils nach längeren Vorbereitungen und immer wieder stoisch und beharrlich nach einem Weg suchend.