Archiv der Kategorie: Natur

Diktatur, Autokratie, alles egal?

„Ja sind die denn alle Nazi?“ Diese entsetzte Frage kam vor kurzem auf mich zu. Ich weiß es nicht. Was ich denke? Wir leben in einer Zeit, in dem uns das Gefühl für Demokratie offensichtlich abhanden gekommen ist. Das erinnert mich an ein von mir oft genutztes Zitat meines Großvaters, auf meine Frage, was denn Faschismus sei: „Bubele, Faschismus ist hauptsächlich eine Frage des Geldes!“ Es ist unbestreitbar, dass die uns möglicherweise in nächster Zukunft drohenden Faschisten rundherum nicht mit Geld sparen müssen. Noch viel wichtiger ist dabei zu beachten, was sie mit ihren Umtrieben (Politik möchte ich das nicht nennen) bezwecken: noch mehr Geld scheffeln. Natürlich ist es auch so, dass erst einmal die Ärmsten unter den Armen ausgepresst werden sollen, dann kommen nach und nach die Reicheren dran, auf jedenfalls fließt das Geld immer nach oben – ganz so, wie wir es im Dritten Reich kennen gelernt haben. Die Konzentrationslager und Arbeitslager für Zwangsarbeiter sind auch nur dazu errichtet worden, um sich am Hab und Gut der Verfolgten bereichern zu können. Profitiert haben davon bis heute vor allem die faschistischen Anhänger dieses Systems, sofern sie reich genug dazu waren, um innerhalb des Systems weit genug nach oben aufsteigen zu können.

Was in den U.S.A. derzeit der Welt vorgeführt wird, ist die Wiedereinführung eines solchen faschistischen Systems, linientreu nach den Vorlagen von George Orwell und Aldous Huxley. Und wir brauchen es nicht mehr zu befürchten, dass es so kommt. Nein, wir sind mittendrin.

Windkraft kontra Verkehr

Um es vorweg zu schicken: ich bin für erneuerbare Energie und wenn sich Windenergie in elektrische Energie umwandeln lässt, dann um so besser. Aber es gibt einen Punkt an der Windenergie, den die Planer und Betreiber wohl außer acht gelassen haben, nämlich die Wahl der Standorte für Großwindkraftanlagen mit Rotordurchmessern von mehr als 50m. Gerade in der Nähe von Autobahnen ist wohl ein beliebter Aufstellungsort und wenn die Windrichtung auch noch mit der Richtung der Fahrstrecke korreliert, dann treten Effekte auf, vor denen jeder Pilot und Towerlotse im Flugverkehr mit erheblichen Angstgefühlen zurückschreckt: Wirbelschleppen.

Als Motorradfahrer fällt mir das besonders auf. Ich habe auf meinen Fahrten durch die Republik inzwischen gut zehn Stellen an den Bundesautobahnen ausgemacht, an denen die Haupt-Windrichtung exakt mit der Ausrichtung der Fahrbahn und der Großwindkraftanlagen übereinstimmt. Käme der Wind übers Land im rechten Winkel auf das Windrad und dann auf die Fahrbahn, wäre der Effekt vermutlich nicht so dramatisch, als wenn Windrichtung und Fahrbahnrichtung nahezu übereinstimmen. Das Windrad hinterlässt an seinen Flügelenden Wirbelschleppen, die sich dann rotierend hinter dem Windrad über die Fahrbahn absenken. Egal, ob man nun drauf zu fährt oder sich von den Windrädern wieder entfernt, es entstehen Wirbel auf der Fahrbahn, die das Fahrzeug tangential zu seiner Fahrrichtung beeinflussen. Als Motorradfahrer ist es ein Gefühl, als würden die Räder in die eine Richtung gezogen, wogegen es den Kopf in die entgegengesetzte Richtung drückt. Und das mit einer sehr hohen Frequenz, hin und her. Nicht selten, auch bei Einhaltung der Richtgeschwindigkeit von 130 km/h, kommt es gerade an solchen Stellen, wo Windräder an die Autobahn gebaut wurden, die ihre Wirbel längs der Fahrbahnrichtung ablassen, zu heiklen Situationen, die nur mit einer gewissen Akrobatik zu meistern sind. Mein Motorrad, mit mir darauf und mit zusätzlicher Beladung ist ca. 300kg schwer. Also sicher keine leichte Maschine. Trotzdem haben die Kräfte der Schleppwirbel ganz erhebliche Auswirkungen, die einem vielfachen dessen entsprechen, was Seitenwindböen oder Vorbeifahrten an LKW’s bei Seitenwind ausmachen.

Es wird Zeit, dass Verkehrsplaner, Kraftwerksplaner und Betreiber sich einmal Gedanken darum machen, wie sie mit ihren technischen Meisterwerken so wenig wie möglich Schaden anrichten. Den Verkehrsversicherern sei anzuraten, die Akten ihrer Schadensfälle zu durchpflügen, ob nicht Schleppwirbel von Großwindkraftanlagen als Unfallverursacher in Frage kommen. Denn ich denke mal, viele bisher nicht eindeutig aufgeklärte Unfälle, könnten ihre Ursache auch ganz einfach in der Windkraft haben.

Weiß gestrichen…

Mal wieder eine morgendliche Winterepisode… denn gegen Mittag wird wieder alles verschwunden sein. Also ein Blick in unseren Garten … 🙂

von links nach rechts… 🙂

Weiß gestrichen (1)
Weiß gestrichen (1)

 

Weiß angestrichen (2)
Weiß angestrichen (2)
Weiß angestrichen (3)
Weiß angestrichen (3)

 

Abschied von einer industriellen Kultur

Ruhr in DUDeutschland als ein Standort der Schwerindustrie ist Geschichte. Und weil ich gerne der Geschichte unseres Landes auf den Grund gehe, habe ich den Landschaftspark Ruhr in Duisburg besucht. Dort wurde mir erst richtig bewusst, welchen kulturellen Wert unsere Arbeitswelt, besonders in der Hütten- und Stahl-Industrie, früher hatte. Arbeit war etwas, von dem man leben konnte. Und für dieses Leben hat man sich früher auch für die Arbeit eingesetzt. Inzwischen ist das Hochofengelände von Ruhrstahl AG verwaist. Es ist in den alten, aufgelassenen Kohlebunkern ein Kletterpark des Deutschen Alpenverein e.V. entstanden, ebenso hat man die Reste von Möllerbunker, Schütten, Öfen und Ruß- und Staubfilter zu einem Erlebnispark umfunktioniert. Beeindruckend ist, wie viel noch erhalten blieb, sozusagen als Denkmal und UNESCO-Kulturerbe. Auch wenn der Rost es ständig benagt und auffrisst. Irgendwann wird alles unter zugewachsenen Hügeln verschwunden sein.

Hier übt der Alpenverein
Hier übt der Alpenverein

Was in der Zukunft von Deutschlands Arbeitskraft erhalten bleibt, das lässt sich anhand der heute veröffentlichten Zahlen und Gegenstimmen nicht abschätzen. Jedenfalls werden wir zunehmend zu einer „nicht-arbeitenden“ Gesellschaft werden, die sich ausschließlich auf den Konsum stützt und damit die Wirtschaft mehr schlecht als recht ernährt. Aber wir dürfen auch nicht vergessen, dass auch unsere Menschen in der Grundsicherung (Hartz-IV) und im Krankenstand (Krankengeld als Schleichender Vorruhestand) jede Menge Steuern zahlen. 19% und 7% Mehrwertsteuer für Konsumgüter, Verkehr und Lebensmittel.

Hier wurde von 10 Jahren noch gearbeitet...
Hier wurde von 10 Jahren noch gearbeitet...

 So, wie heute die Vorstellung vom Erwerbsleben ist, kann man es schwerlich mit dem vergleichen, was früher einmal war. Die Menschen haben nicht nur ihre Beziehungen zu anderen Menschen virtualisiert, sie haben auch die Arbeit virtualisiert. Der handwerkliche Bezug zur Arbeit, das Feeling, geht mehr und mehr verloren. Dadurch fällt es aber auch schwer, solche Industriedenkmäler zu würdigen. Wer kann sich schon vorstellen, wie man sie hier gefühlt hat, als Arbeiter auf Schicht?

Wer kennt noch dieses Gefühl der Hitze an der Esse beim Abstich?
Wer kennt noch dieses Gefühl der Hitze an der Esse beim Abstich?

Es bleibt also die Frage, wann Deutschland als Industriestandort, auch für die modernen Bereiche, zu einem riesigen Museum wird? Wer sind dann die Besucher, wer die Ausstellungsstücke?

 

Unvernunft als politisches Kalkül

Wenn die Regierungen sich um die Klimaerwärmung streiten, dann erinnert mich das an den Streit zwischen Kindern im Sandkasten. Man könnte nicht sagen, es würde nicht ernsthaft und mit Überzeugung gestritten. Das ganz bestimmt nicht, aber der Anlass ist lächerlich. Ich weiß, erst einmal kommen die Interessen der politischen Lobby. Dann die parteipolitischen Sachzwänge einer vollkommen weltfremden Ideologie. Und dann der eigene, drohende Gesichts- und Machtverlust. Erst dann ist da vielleicht ein wenig Platz für vernünftige Gedanken. Aber eben nur ein kleines, klitzekleines Bisschen. Mehr ist bei den Politikern nicht drin. Und mit so etwas wollen wir die Welt retten?
Ich weiß, dass uns nicht mehr viel Zeit in Deutschland bleiben wird, bis wir ganz genau wissen, was es dann bedeutet, mit 80 Millionen Menschen auf engem Raum zu leben, weil große Teile unserer Küstengebiete abgesoffen sind. Große Teile unserer Infrastruktur und unseres Handels sind dann zusammengebrochen, weil der Außenhandel, auf den unsere Wirtschaft ausgelegt ist, wegfällt. Die Menschen werden ihre Arbeitsplätze verlieren, die Versorgung in Deutschland wird nach und nach heruntergefahren, Löhne bleiben aus, Steuern bleiben aus, Armut wird sich breit machen, genau so wie Seuchen und Krankheiten, weil unser Grundwasser immer mehr verseucht wird. Denn wo soll dann der Strom her kommen, mit dem unsere Klärwerke betrieben werden sollen? Wo soll der Strom und das Heizmaterial herkommen, dass uns in den viel kälteren Wintermonaten wärmen soll? Wo soll das Essen gegen den Hunger und das Trinkwasser gegen den Durst herkommen?
Wer meint, ich übertreibe, warte einfach noch 20 Jahre und er wird sehen, dass es noch viel schlimmer gekommen ist!

Thema Bio-Sprit . Teil 2

Das Verfängliche an der Idee mit dem Biosprit ist der Trugschluss mit der CO2-Neutralität. Biosprit ist genau so ein aus Biomasse entstandener Treibstoff, wie das fossile Erdöl auch. Und um den Biosprit herstellen zu können, ist ebenfalls jede Menge an Energie erforderlich. Denn was über Jahrmillionen durch hohen Druck und Sonnenenergie entstanden war, das lässt sich nicht binnen kurzer Zeit ohne erheblichen Energieverbrauch erzeugen. Die Augenwischerei beginnt da, wo die Politik den Entschluss fasste, der Bevölkerung weiß zu machen, dass man mit Biosprit Geld sparen und gleichzeitig Gutes für die Umwelt tun könne.
Natürlich ist dem nicht so. Biosprit ist Energie- und Kosten-intensiv. Seit vielen Jahren weiß man, dass erstens die Gasturbinen sauberer und sparsamer sind und zweitens, dass die ersten serienmäßigen PKW mit Elektroantrieb fuhren. Es waren rein kommerzielle und politische Entscheidungen, auf Benzin und Diesel zu setzen. Eine technische Notwendigkeit dazu hat niemals bestanden.
Genauso wenig besteht eine Notwendigkeit zum Biosprit! Es gibt durchaus tragfähige Konzepte mit Elektroantrieb, die nicht auf die unsinnig teure Batterien angewiesen sind. Das Zauberwort dazu heißt „Supercap“ und stellt eine kapazitive Speichermöglichkeit (Elektro-Kondensator)  für elektrische Energie dar, die auch vom infrastrukturellem Standpunkt gut zu bewältigen ist. Mit Ladezonen oder einer induktiven Einrichtung in der Fahrbahn lässt sich der Supercap ständig nachladen; dies sogar während der Fahrt. Die Stadt Luzern hat ihre Stadtbus- Flotte mit einem Elektroantrieb ausgestattet,der von Supercaps gespeist wird. Und diese Busse sind schon seit Jahren unterwegs.

Tumult und Chaos in Großbritannien

Und, was haben wir nun davon?

Es ist schon erstaunlich, wie entsetzt man auf die Auswirkungen der Gewalt in Großbritannien reagiert und wie gleich unsere Gesellschaftsexperten aus ihren Löchern gestiegen kommen und mutmaßen, auch bei uns in Deutschland können solche Zustände aufkommen. Natürlich wird das geschehen, denn inzwischen ist etwas passiert, was sich vermutlich kein Politiker (zumindest keine, die nicht mehr klar denken können – und die anderen, die denken können, haben sich längst aus der aktiven Politik zurückgezogen) sich hat vorstellen können: ihre Worte, seien sie auch so mahnend, wie drohend, werden nicht mehr gehört. Der Mob schlägt zu – hoch lebe die Anomie.

Natürlich ist das kein Zustand, der innerhalb unseres Rechtsstaat existieren darf. Und wir fürchten nicht zu unrecht die Auswirkungen auf unseren Lebensalltag. Wenn uns die Wohnung über dem Kopf abbrennt, der Arbeitsplatz, von dem unsere ganze Existenz abhängt, geplündert und zertrümmert wird. Wenn Menschen grundlos getötet werden, einfach nur in Wut und Raserei. Und genau das sind die Auswirkungen, vor denen sich die meisten britischen Bürger fürchten. Aber wundern brauchen sie sich nun wirklich nicht. Denn die Konflikte, die nun hervorgebrochen sind, die sind hausgemacht. Aber nicht spezifisch für Großbritannien, sondern sind genau so in vielen anderen Staaten vorzufinden.

Was ist passiert? Sagen wir es mal so: wenn ich dem Volk ständig etwas vom Wachstum vorpredige, es sozusagen vorführe, wie unfähig die BürgerInnen sind, sich selbst zu ernähren, für ihre Wohnung und ihre Kinder zu sorgen, dann muss ich mich nicht wundern, wenn das irgendwann auf eine handfeste Kritik stößt. Und auch unsere Regierung tut nichts anderes: da wird offen darüber parliert, dass die Griechen ihren Gürtel enger schnallen müssen, dass die Spanier und Italiener ihre Finanzen in Ordnung bringen müssten. Dass die Franzosen wie auch die Briten sich drum kümmern müssten, die sozialen Brennpunkte zu befrieden. Unsere Politiker in Deutschland reden über ihre ausländischen Kollegen in einem herablassenden Ton, dass es schon Scham auslöst, Deutscher zu sein! Und hier im Inland verhalten sich unsere Politiker nicht anders. Da wird den Hartz-IV-Empfängern der Arbeitsplatz weggenommen (wie gestern in Würzburg bei Nutzbar geschehen), weil Gelder eingespart werden müssen, denen man den ach so armen, notleidenden Banken ins Hinterteil blasen muss. Da wird über Steuererhöhungen gefaselt, die letztendlich über die versteckte Inflation dann nur die unteren Schichten unserer Bevölkerung betreffen. Da soll die Kraftfahrzeugsteuer abgeschafft werden, die vor allem die Fahrzeughalter trifft, die einen Porsche Cayen ihr eigen nennt oder sich im VW Phaeton durch die Gegend kutschiert. Diejenigen, die sparsame und saubere Fahrzeuge fahren (z.B. mein Motorrad, eine Honda SH300i mit 22 Euro im Jahr an Kfz-Steuer und 3,6g CO1 pro km), die werden dann mit 18 Euro-Cents pro Liter mehr für den Treibstoff bestraft. Da wird jetzt mit Bio-Kerosin bei den Luftfahrtgesellschaften geflogen! Dass dahinter auch die Konsequenz steht, dass unsere Lebensmittel sich enorm verteuern, auf die ja nicht immer nur 7% Mehrwertsteuer gezahlt werden muss, sondern in vielen Fällen 19% (und wenn der Grundpreis steigt, steigt auch der Steueranteil, also auch eine Art der Inflation), das verschweigt man geflissentlich. Aber genau das trifft die unteren Einkommensgruppen! Ich werde noch einen extra Blogartikel zu der Bio-Sprit-Problematik verfassen. Versprochen!

Wir brauchen uns nicht zu wundern, wenn uns die Wut hierzulande auch demnächst um die Ohren fliegt – und vor allem die trifft, die ohnehin schon ganz unten sind!

Siehe auch Referenz-Artikel aus der Redaktion der tagesschau.de