Cybercrime & erpressung

Zum wiederholten Mal erreichte mich eine Mail mit einer Erpressung. Ich solle 2.000 Euro in Bitcoins zahlen, sonst würde man mir mein Leben ruinieren. Also, erstens, wenn ich meine Gesundheit betrachte, habe ich dies schon lange selbst getan. Zweitens, und das ist entscheidend: ich bringe jede Form von Erpressung bei den zuständigen Ermittlungsbehörden zur Anzeige. Strafanzeige wegen Erpressung, Nötigung, Sachbeschädigung in einem nicht unmaßgeblichem Rahmen. Da kommen gemäß §87, 253 und 255 schon einige Jährchen zusammen. Natürlich wird es sehr schwer sein, den ursprünglichen Autor der Erpressung dingfest zu machen, aber – und das ist kein Pappenstil – wer seinen Computer nicht richtig pflegt und deshalb durch ein virenverseuchtes Betriebssystem solche Erpressungen per Mail weiterverbreitet, ist ebenfalls direkt strafwürdig und wird nicht als Mittäter, sondern als Einzelfall behandelt – sprich: er ist ein ganz gewöhnlicher Krimineller und wird dann eben auch wegen Erpressung, möglicherweise sogar räuberische Erpressung, Nötigung und Sachbeschädigung verurteilt, wenn man ihn dingfest machen kann. Dann sind drei bis zehn Jahre staatlich geförderte Unterbringung in einem unserer wunderschönen modernen Knasthotels sicher!

Und aus diesem Grund allein, sollte man sich wirklich täglich Zeit dazu nehmen, seine Computer genau anzuschauen, auch von innen, ob die nötigen laufenden Updates gemacht wurden, ob der Virenschutz aktualisiert ist und ob man selbst das wichtigste für den Schutz des eigenen Computers getan hat.

Monte-Maassens rache?

Es ist schon bezeichnend für die ganze Aktion, mit den hunderten von ausgespähten Abgeordneten aus Bundestag und Landtagen, den Veröffentlichungen von privaten Daten, die in einem sehr langen, über Jahre andauernden Zeitraum gesammelt wurden: das sieht nach professioneller Sammelwut aus. Und wenn für Herrn Maaßen die SPD schon ein „linksradikaler Haufen‘ gewesen ist, dann kommt für mich schon mal einer in Frage, der auf diese Daten hätte problemlos und unbemerkt Zugriff nehmen können: unser ehemaliger oberster Verfassungsschützer Hans-Georg Maaßen. Wer weiß, welche Informationen er an die AfD bei seinen Gesprächen mit Frauke Petry er damals weitergegeben hat. Für mich wird jedenfalls deutlich, dass hier wohl vielleicht eine Privatperson gehandelt haben mag (was tut man nicht alles für Geld?), aber dahinter wohl doch eine sehr gut durchdachte konterrevolutionäre Aktion steckt, die sich nur ein Apparat erdacht haben kann, der von Berufs-wegen schon damit befasst ist. Mag sein, dass es sich auch um einen ausländischen Dienst gehandelt haben mag, aber Spitzenkandidat bleit für mich immer noch ein Top-Insider unserer heimischen Verfasssungsschützer. Der Flurschaden, der dadurch entstanden ist, ist jedenfalls nicht mehr überschaubar und wird unsere demokratischen Grundfesten nachhaltig beschädigen.