Grenzwerte für Lebensmittel von 600Bq auf 1200Bq hochgesetzt!

Schlimmer gehts nimmer. Weil man nach Tschernobyl vor 25 Jahren mal wieder ein unüberlegtes Notstandsgesetz erlassen hatte, wurde jetzt der Grenzwert für radioaktiv belastete Nahrungsmittel in Deutschland von 600 Bq (Bequerell) auf 1200 Bq hochgesetzt. Damit dürfen in Deutschland radioaktiv belastete Nahrungsmittel eingeführt werden, die in Japan jetzt schon nicht mehr verkauft werden dürfen. Wir holen uns also den ganzen „Restmüll“ vom Markt und verramschen den wieder hier im Ländle. Sauber, Frau Aigner.

Frauen und Männerquote hin oder her – eine unnötige Diskussion

unabhängig von gutem Willen oder Bevormundung
ohne mühsame Verhandlungen mit Verbänden, Lobby oder Industrie
unabhängig von Berufsgruppe, Geschlecht, Glauben oder Herkunft.

Und der Staat müsste im Wesentlichen nur etwas weglassen:

Der einfachste, kürzeste und erfolgreiche Weg zur Gleichberechtigung von Männern und Frauen ist die Abschaffung der Steuerklassen 5/3!

Schluss mit der Ausrede, der Staat sei abhängig, Regelungen seien nicht durchsetzbar oder die Konjunktur würde geschwächt!

(oder wie wäre es mit einer Pflichtquote für Männer in der Steuerklasse 5?)

Grün-Rot in Stuttgart, Rot-Grün in Mainz

Wer hätte das bei CDU/CSU und FDP gedacht? Nach Hamburg, wo die SPD die absolute Mehrheit erreichte, ist die FDP in zwei weiteren Länderparlamenten herausgepurzelt. Ebenso ging Baden-Württemberg nach 58 Jahren CDU-FDP-Egide an die B90/GRÜNE verloren und in Rheinland-Pfalz konnte sich die CDU-FDP nicht gegen Rot-Grün durchsetzen. Hier haben sich die Wähler eindeutig gegen die Atompolitik unserer Bundesregierung entschieden. Es ist ein deutlicher Kurswechsel gegen die schon immer mehr diktatorische Züge annehmende christlich-liberale Politik, die uns weismachen will, was für uns Deutsche gut ist. Der Atomunfall in Japan hat endlich viele Menschen aufgerüttelt, über ihr Energiekonsumverhalten nachzudenken.

Bleibt zu hoffen, dass sich der Trend zur Bürgerschaftswahl 2011 in Bremen (22.5.2011), in Mecklenburg-Vorpommern (4.9.2011) und zur Bundestagswahl (18.9.2011) fortsetzt. Deutschland muss einen Kurswechsel in seinem Demokratieverständnis vollziehen und zeigen, dass es aus mündigen Bürgerinnen und Bürgern besteht, die den Parteien den Weg vorgeben, wo es lang geht.

Parteien sind nicht allein Instrument zur Meinungsbildung, Parteien sind in erster Linie ein Instrument, die Meinung des Volkes umzusetzen.

Todeszone Fukushima Daichii

Werte mit 2 bis 6 Siv/h, das ist das zig-Millionenfache der natürlichen Hintergrundstraße, das ist das Resultat der japanischen Atompolitk. (Werte von der IAEA, dem Atom-Lobbyistenverein) Wir können jetzt ganz klar sehen, dass eine nicht beherrschbare Havarie (also nach IAEA Stufe 4 und aufwärts) Folgen mit sich bringt, die ein Land zur Todeszone werden lässt. So erschreckend, wie die zigtausenden von Erdbeben- und Tsunami-Opfer, ist auch das Verhalten des Betreibers TEPCO und der japanischen Regierung. Genauso erschreckend ist aber auch die Reaktion unserer Bundesregierung. Gestern gingen 250.000 Menschen für die sofortige Abschaltung aller AKWs auf die Straße. Das ist ein guter Schritt und es ist wichtig, dass wir jede Woche aufs Neue unseren Protest zum Ausdruck bringen. Wir wollen alle nicht, dass auch Deutschland oder irgend ein anderes Land in Europa zur Todeszone wird. Wir sollten auch an die Länder appelieren, die jetzt planen, neue AKWs ans Netz zu bringen: Polen, Finnland, China, USA. Gebt Eure Vorhaben auf, im Interesse für die Weltgemeinschaft.

Der allergrößte GAU für unsere Menschheit, ist das zwanghafte Wachstum!

Das Loch in der Glaubwürdigkeit

Sowohl die Bundesregierung hat ein Loch, als auch Block 3 im Kernkraftwertk Fukushima Daichii. Das eine heißt Brüderle und das andere „schleichende Kernschmelze“. Es ist der blanke Horror, wie alles so heruntergespielt wird. Ein „Super-Gäule“… Warum hat diese Welt ein so großes Problem mit der Aufrichtigkeit? Wenn ich so viel Bockmist verzapfe, dann ziehe ich die Konsequenzen und ziehe mich zurück. Aber bei unseren Politikern ist davon genau so wenig zu erkennen, wie bei den Politikern und Funktionären in Japan. Die Bevölkerung wird belogen und betrogen, dass sich die Balken biegen.

Hat mal jemand überlegt, welche Auswirkungen das auf unsere Zukunft hat? Denn schon nach dem 2. Weltkrieg hatten wir dieses Problem. Niemand wollte es gewesen sein, niemand war daran schuld, dass Hitler an die Macht kam. Niemand hatte etwas von dem Massenmorden gewusst. Und so ging es über Generationen weiter und weiter. Unsere Kinder haben schon seit dem Ende des 2. Weltkriegs ein Problem mit der Aufrichtigkeit, man kann auch von partieller Persönlichkeitsspaltung sprechen. Gerne wollte man die Vorteile der technischen Entwicklungen, auch die der Kernenergie, annehmen und auf der anderen Seite wollte aber niemand etwas davon gewusst haben, zu welcher dramatischen Auswirkung ein verantwortungsloser Umgang mit dieser Technologie führen kann. Auch der „Warnschuss“ von Tschernobyl war für die Menschen nicht Anlass genug, sich der untrüglichen Wahrheit zu stellen, dass Kernenergie für den Menschen heute, mit seinem wirklich rund um begrenzten Verantwortungsbewusstsein, nicht beherrschbar ist. Da muss noch viel geforscht werden. Aber nichts da, man machte einfach weiter und weiter, so als wäre Tschernoby nie passiert.

Jetzt sieht die Geschichte allerdings viel schlimmer aus. Wenn die japanische Regierung inzwischen zugibt, dass Block 3 ein Leck hat, bei dem Kernbrennstoff nach außen austreten kann, dann sprechen wir schon vom Super-Super-Gau. Denn GAU ist bekanntlich die Stufe 3 bei den Unfällen. Wir sind bei Stufe 5 offiziell und in der Realität schon weit darüber. Irgendwann müssen alle Arbeiten eingestellt werden und der gesamte Komplex Fukushima Daichii sich selbst überlassen werden. Dann werden alle sechs havarierten Blöcke ihren Brennstoff an die „Öffentlichkeit“ abgeben und ein Gebiet, das den größten Teil der Insel Honshu umfasst, wird für immer Sperrgebiet bleiben.

Noch schlimmer ist, dass davon ausgegangen werden muss, dass Japan den Block 3 von Fukushima Daichii dazu benutzt hat, Plutonium-239 (Waffenplutonium) zu „erbrüten“. Da man nicht davon ausgehen kann, dass Japan selbst an Kernwaffen interessiert ist, muss man davon ausgehen, dass der Betreiber und die japanische Regierung den Block 3 für den Export von Plutonium-239 benutzt hat. Wenn dieses Loch erst einmal an die Öffentlichkeit kommt, dann kann die gesamte japanische Regierung …. lassen wir das. Es wird niemals irgendwelche Konsequenzen haben.

Politisches Klimakterium?

Das, was Frau „Bundeskanzlerin Angela Kohl“ (nicht von mir, das sagte ein TV-Moderator vor einigen Tagen bei einer Meldung), unsere „Atom-Mutti“ heute als Regierungserklärung abgegeben hat, das war … ich muss mich bremsen: es war gehudelt, geschlurt, unzusammenhängend, ohne jegliche wirklich politische Aussage. Es war ganz einfach zusammen gefasst: katastrophal. Da kommt man auf Gedanken, sage ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser. Ganz schlimme Gedanken. Von „…“ bis „…“ Zumindest war ihr serotoninenerges System vollkommen aus dem Leim. Von einer regierenden Bundeskanzlerin (regiert sie überhaupt noch, oder reagiert sie nur noch?) sollte man jedenfalls mehr erwarten. Irgendwie ist Merkels politische Halbwertszeit weit fortgeschritten. Nix mehr bis 2012 zur Bundestagswahl! Jedenfalls fand ich gut, dass von der Oppositionsbank sehr klare Ansprache kam, dass ein großer Teil ihrer Entscheidungen am Parlament vorbei gelaufen sind und sie sich mit dem europäischen Stabilitätspakt hat von so vielen Seiten einwickeln lassen, dass sie selbst schlichtweg den Überblick verloren hat. Es gibt leider eben auch noch andere Problemzonen, Frau Dr. Merkel! Nicht nur die in Japan. Oder hat unsere Bundeskanzlerin Angst, dass ihr die fette Ablösesumme von Arewa nach Ablauf ihrer Restregierungslaufzeit zusammen gestrichen wird, wenn jetzt der Atommeilerhersteller so viel an Entschädigungen in Japan zu berappen hat?

Jod, Cäsium, Strontium, Plutonium frisch im Angebot…

So oder ähnlich mögen wohl die Werbeslogans in der Zukunft auf den Märkten in Japan lauten. Es ist erschreckend, wie intensiv sich die radioaktive Belastung sich auf ein ganzes Volk ausbreitet. Inzwischen ist sogar schon das Leitungswasser im über 200km entfernten Tokio radioaktiv belastet und darf für Kindernahrung nicht mehr verwendet werden.

Erschreckend ist, dass die Betreiber des Atomkraftwerk Fukushima Daichii über mehrere Jahre die regulären Wartungsarbeiten versäumt haben. Auch die Notstromaggregate wurden nicht oder unzureichend gewartet. Mir graut es, wenn ich mir vorstelle, wie nachlässig dann wohl die Atomkraftwerke bei uns gewartet werden.