Auf ein Wort: Thema Frieden

Einen schönen Tag auch!

Wir stecken in einer der größten Krisen, die unsere Menschheit jemals erlebt hat. Ich spreche vom Unfrieden, nicht unbedingt von militärischen Konflikten und Kriegen, wovon es über 170 aktuelle Auseinandersetzungen gibt. Es geht mir um die tatsächlichen Ursachen, die letztendlich zu diesen Konflikten führen. An erster Stelle dürfte unsere Auffassung von Konsum in den industrialisierten Staaten stehen, an zweiter Stelle (und da sehe ich das allergrößte Konfliktpotential) die Überbevölkerung, die sich eher explosionsartig verschärft, anstatt dass es Ansätze gibt, wieder zu einer »vernünftigen Größe« zurück zu finden. Es gibt Studien, die besagen, dass ca. 1 Milliarde Menschen etwa die oberste Grenze für unsere Biosphäre I (also die Erde) ist und ich denke, das ist eine Hausnummer, die in etwa auch realistisch ist. Wir sind jetzt bei über 6,5 Milliarden. Natürlich können wir die Differenz von 5,5 Milliarden Menschen nicht einfach umbringen. Genauso wenig können wir Kriege provozieren, die dies zum Ziel haben könnten. Ebenso wenig wird sich durchsetzen lassen, dass an »höherer Stelle« entschieden wird, wer noch Kinder bekommen darf und wer nicht. Einen ganz wichtigen Beitrag könnte die Förderung von Bildungsprogrammen in den hauptsächlich sozial schwachen Ländern, Ländern mit militärischen Konflikten, Länder in Notsituationen und Ländern, in denen es mit der Demokratie hapert. Wichtig ist dabei in erster Linie das Aufbrechen von patriarchaler Strukturen und Förderung der Bildung für Frauen. Können die Frauen, lesen, schreiben und rechnen, wird ihnen viel leichter bewusst, wie viele Kinder sie rein rechnerisch ernähren können. Geburtenkontrolle, aus einer vernünftigen ökologischen Sichtweise, ist eine Sache der Bildungsförderung — hauptsächlich für Frauen. Genauso müssen wir aber auch dafür Sorge tragen, dass Seuchen, wie HIV und PV, Hepatitis, Cholera, TBC, Typhus und Paratyphus Einhalt geboten wird und dass Männer erlernen, wie sie zur Geburtenkontrolle beitragen können. Auch hier ist es ein Bildungsnotstand. Selbst in unserem Land, in Deutschland, wissen viele Menschen nicht, wie viele Kinder sie aus ökologischer Sichtweise überhaupt aufziehen und ernähren können. Viele Familien, gerade aus den sozial-schwachen Schichten, haben rechnerisch zu viele Kinder, andere Familien, die solche Kosten tragen könnten, haben meist nur ein Einzelkind, was sich sozialpädagogisch auch nicht günstig erweist. Frieden hat auch deshalb etwas mit Bildung zu tun, weil dann leichter erkenntlich wird, wie viel Ressourcen uns überhaupt zur Verfügung stehen. Mit unseren >6,5 Mrd. Menschen stehen uns lange nicht so viele Ressourcen zur Verfügung, wie wir als Einzelperson brauchen, um ein gesundes, ausgewogenes und unbelastetes Leben führen zu können. Würden Schwerpunkte in der Bildung gesetzt, könnten wir in 15-20 Generationen (pro Generation rechnet man heute 19 Jahre, das wären also 285-380 Jahre) unsere Bevölkerung in dieser Biosphäre I wieder auf 1 Mrd. Menschen begrenzen. Ohne kriegerische Auseinandersetzungen, ohne Ressourcen-Diebstahl, ohne Mord und Totschlag. Das würde aber auch erfordern, dass wir insgesamt lernen müssen, effizienter und sparsamer mit vorhandenen Ressourcen umgehen müssen. Dazu gehört auch, mehr gesellschaftlicher Zusammenhalt. Wenn jeder Mensch für sich beansprucht, all das, was er zum Leben zu brauchen meint, selbst beschaffen zu müssen, dann müsste so viel hergestellt werden, dass die Summe der vorhandenen Ressourcen inzwischen schon überschritten wird. Bei einer schnell wachsenden Erdbevölkerung (2019 sollen es bereits 10 Mrd. Menschen sein!), wird das schnell zur Katastrophe führen. Bei mehr gesellschaftlichem Zusammenhalt könnten Mikro-Ökonomien gegründet werden, die aus ökologischer Sicht die benötigten Güter für viele Menschen zur Verfügung stellen können. Das könnten Nachbarschaftsverbände sein, die sich auf eine Straße begrenzen. Das könnten Wohngemeinschaften sein, das könnten auch größere Kommunen sein, wichtig ist, dass die benötigten Güter nicht immer nur für einen einzelnen Menschen vorhanden sind, sondern von vielen genutzt werden können. Solche Mikro-Ökonomien haben auch den Vorteil, dass sie viel besser für unsere Kinder, unsere Kranken, unsere Behinderten und alten Menschen Hilfestellung geben können. Selbst pflegerische Betreuung könnte so innerhalb eines relativ kleinen Verbandes von Menschen organisiert werden.

Dem entgegen steht natürlich das Individuum selbst. Inzwischen sind wir mit unserer Egozentrik viel zu weit fortgeschritten, als dass sich heute noch genügend Menschen Gedanken um eine gemeinsame Zukunft machen. Zukunft bedeutet für viele lediglich, mehr Gewinn, mehr Rendite, mehr Reichtum, weniger Verantwortung. Wir sind auf einer Schiene des Konsums, die unseren Frieden insgesamt bedroht. Denn was sind denn die Streitpunkte von den meisten kriegerischen Auseinandersetzungen? Diktatur blüht da, wo es Mangel gibt. Diktatur treibt da ihr Unwesen, wo Menschen in Armut leben und Unterdrückung fürchten müssen. Diktatur wächst und gedeiht dort, wo wenige Menschen viele andere Menschen ausbeuten können. Wir sind in diesem unserem Lande auf dem aller besten Weg. Dabei müssten die Deutschen doch Erfahrung damit haben, oder nicht?

Einen schönen Tag noch!

Alles nur Politik

Einen schönen Tag auch!

Haben Sie´s schon bemerkt? Ja, es ist wieder Wahlkampf. Ich bin ja immer wieder geneigt, Wahlkrampf zu sagen, denn was sich da vor allem krampfhaft zusammenzieht, das ist mein Magen. Irgendwie wird mir immer ganz schlecht, vor lauter Inhaltlosigkeit. Und in Deutschland scheint das ganze Jahr über Wahlkampf zu sein. Kaum irgend ein Mensch, der sich anderen Menschen gegenüber konkret zu äußern vermag. Am liebsten immer alles unverbindlich, Hauptsache man muss für nichts und niemanden Verantwortung übernehmen. Sind das nicht die üblichen Methoden von Politikern? Egal, ob nun Parteiprogramm hin oder her, Hauptsache flexibel bleiben und sich nicht festlegen lassen, es könnte ja sonst jemand auf die Idee kommen und stellt Ansprüche… ? Wenn wir etwas in der Bevölkerung von den Politikern gelernt haben, dann den Umgang mit der Aufrichtigkeit. Nie die ganze Wahrheit sagen, denn man könnte sich ja darauf berufen wollen.

Ich empfinde ein solches Leben (gerade im Hinblick auf das Zusammenleben) mit solchen Politikern regelrecht anstrengend. Ständig muss ich überlegen, wenn mir jemand etwas sagt, »was will der oder die damit überhaupt sagen?« Das verunsichert. Das kostet unnötig Kräfte. Und so passiert mir das Gleiche, wie anderen auch, ich ziehe mich von anderen Menschen zurück und isoliere mich, so wie viele andere Millionen Menschen genau so. Dabei möchte ich das überhaupt nicht. Ich möchte mit Menschen zu tun haben, die den Mut finden, auszusprechen, was sie denken, was sie empfinden, die ihre Authentizität auch auf den Lippen tragen können. Denn wie viele reden nur den anderen Menschen nach dem Mund? Wie viele sagen nur das, was sie glauben, dass andere es hören möchten? Also echte Politiker.

Wenn ich so leben hätte wollen — ja, dann wäre ich sicher auch Politiker geworden.

Einen schönen Tag auch!